Ist Ihre Website für die Nutzung von mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablets optimiert? Falls ja, dann können Sie sich in Kürze über zusätzlichen Google-Traffic freuen. Denn der Suchmaschinengigant macht beim Thema mobile Optimierung ernst; war bisher eine mobile Website lediglich eine Empfehlung für ein besseres Suchmaschinenranking, ist sie ab 21. April Pflicht. Ganz gegen seine sonstigen Gepflogenheiten hat Google für diesen Tag ein Algorithmus-Update angekündigt (anstatt es, wie sonst auch, einfach zu machen). Schon daran sieht man, wie wichtig dieses Thema Google ist.

Nach dem Update werden mobil optimierte Websites bei der mobilen Google-Suche bevorzugt sein. Das heißt, dass die (mobile) Nutzerfreundlichkeit einer Website einen wesentlich größeren Einfluss auf das Ranking von mobil gestellten Suchanfragen haben wird als bisher. Signifikant im Ranking abstürzen werden all jene Seiten, die sich bisher noch nicht auf den Megatrend “Mobile Internet” eingestellt haben.

Im Grunde ist dieser Schritt keine Überraschung. Googles Eric Schmidt hatte bereits vor fünf Jahren die damals neue Google-Prämisse “Mobile First” ausgerufen. Hinter dem – damals neuen – Paradigma verbarg sich die Strategie, jede neue Produktentwicklung vor allem für die mobile Nutzung zu optimieren. Schmidt wusste schon vor fünf Jahren, dass die Zukunft des Internets mobil sein wird. Mittlerweile gibt es viele Seiten, die bereits einen Großteil des Traffics von mobilen Endgeräten erhalten. Man erwartet ganz generell, dass der mobile Internettraffic noch in diesem Jahr ein größeres Volumen als der von Notebooks oder Desktop-PCs verursachen wird.

 

Es war also nur eine Frage der Zeit, bis Google die auf die Entwicklung der eigenen Produkte angewendete Strategie auch auf die Gestaltung der Google-Suchergebnisse anwenden würde.

 

Die Kriterien des Mobile-Updates

Google wird das Algorithmus-Update am 21. April unter dem Aspekt von drei, die „mobile Fitness“ einer Website betreffenden, Kriterien einführen: „Entweder, oder …“, „Page per Page“ und „Mobile Search Only“.

Unter „Entweder, oder …“ versteht man, dass eine Webseite entweder mobilfreundlich ist … oder eben nicht. Ein bisschen mobilfreundlich gibt es nicht. Es gibt keine Abstufungen oder graduellen Unterschiede, sondern nur ja oder nein. „Per Page“ sagt aus, dass die Veränderungen in den Rankings für jede einzelne Seite einer Website gemacht werden. Wenn also ein Teilbereich einer Website noch nicht mobil optimiert ist, wird nur dieser gegebenenfalls schlechter gerankt. Anders herum werden einzelne Seiten, die schon mobiltauglich sind, unabhängig vom Rest der Seite besser positioniert. „Mobile Search only“ bringt zum Ausdruck, daß alle Rankingänderungen am 21. April nur Google-Suchanfragen auf Mobilgeräten betreffen werden. Rankings auf der Desktop-Version von Google werden von dem Update nicht direkt beeinflusst.

Was ist nun „mobiltauglich“?

Google bietet eine ganze Anzahl von Tools und Benachrichtigungsfunktionen, um die mobile Eignung einer Seite zu prüfen. Als besonders zuverlässig hat sich dabei der Test auf die Optimierung für Mobilgeräte erwiesen. Unter https://www.google.com/webmasters/tools/mobile-friendly/ können Sie prüfen, ob eine Seite vom kommenden Mobile-Update betroffen ist oder nicht. „Nicht für Mobilgeräte optimiert“ wird Abstufungen in den mobilen Rankings nach sich ziehen, mit dem Ergebnis „Großartig! Diese Seite ist für Mobilgeräte optimiert“ wird Ihre Seite vom Update profitieren.

Eine weiterer Tipp ist, den Hinweis „Für Mobilgeräte“ in den mobilen Suchergebnissen zu checken. Dazu führen Sie einfach eine Suche auf einem Mobilgerät aus. Bei Suchergebnissen, die von optimierten Seiten stammen, sehen Sie den Hinweis „Für Mobilgeräte“ als grauer Text hinterlegt. Fehlt dieser, hat die betreffende Seite ab dem 21. April ein Problem. Sollten Sie einen Mobilen Check für Ihre Seite inklusive konkreten Handlungsempfehlungen benötigen, wenden Sie sich an uns.